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- 1 Tag 1: von El Calafate zum Chileno-Sektor
- 2 Tag 2: Versuch Base Torres und Rückkehr zum Central-Sektor
- 3 Tag 3: vom Central-Sektor zum Französischen Sektor
- 4 Tag 4: vom Französischen Sektor nach Paine Grande
- 5 Tag 5 Finale des Torres del Paine W Trek: Paine Grande, Lago Pehoé und Rückkehr nach Puerto Natales
- 6 Lohnt sich der W Circuit im Torres del Paine?
Last Updated on 2 Juli, 2026 by Daniel Silvente
Hallo, mein Name ist Annia und in diesem Artikel erzähle ich dir von meiner Erfahrung auf dem W Circuit, dem berühmtesten Trekking in Torres del Paine und einer der großen Routen Patagoniens in Chile. Der W Trek im Torres del Paine verläuft durch den südlichen Teil des Nationalparks Torres del Paine. Während der Route besucht man einige der ikonischsten Landschaften, wie die Base Torres, den Nordenskjöld-See, das Französische Tal, Paine Grande und den Grey-Gletscher. Der Name kommt von der Form, die die Route auf der Karte bildet.
Unser Abenteuer begann in El Calafate, Argentinien. Von dort aus überquerten wir die Grenze nach Chile, um in den Nationalpark Torres del Paine zu gelangen und mit dem Trekking zu starten. Mehrere Tage lang wanderten wir zwischen Bergen, Seen, Gletschern und ständig wechselnden Landschaften.
Auch das Wetter war Teil der Erfahrung. In Patagonien kannst du an einem einzigen Tag Sonne, Wind, Regen und Nebel erleben. Deshalb ist es wichtig zu beachten, dass der W Trek eine gute körperliche Vorbereitung und einen gut geplanten Rucksack erfordert, auch wenn ich mich hier auf die Tagesetappen konzentriere.
Die Etappen können lang sein, das Gelände verändert sich stark und das Wetter kann die Route zusätzlich erschweren. Es ist empfehlenswert, etwas Wandererfahrung mitzubringen und nur das Nötigste zu packen.
In unserem Fall haben wir in den Refugios der verschiedenen Parksektoren übernachtet und sind Etappe für Etappe durch den Süden von Torres del Paine vorangekommen. In diesem Beitrag erzähle ich dir, wie unser Trekking im W Circuit Torres del Paine war, welche Landschaften wir gesehen haben, welche Momente am härtesten waren und warum diese Route weiterhin eines der großen Highlights des Patagonien-Trekkings ist.


Tag 1: von El Calafate zum Chileno-Sektor
Unser Abenteuer begann in El Calafate, Argentinien. Nach etwa 350 km Fahrt und der Grenzüberquerung nach Chile erreichten wir den Nationalpark Torres del Paine über das Eingangstor Laguna Amarga im Rahmen eines Full-Day-Tours. Dort zeigten wir unsere Tickets, erhielten die Anweisungen der Ranger und nahmen den internen Bus zum Besucherzentrum.
Von dort begann unser W Circuit wirklich. Das erste Ziel war der Chileno-Sektor, etwa 6 km vom Besucherzentrum entfernt. Der Beginn des Trails war angenehm, mit flachem Gelände und Ausblicken, die bereits erahnen ließen, was uns in den kommenden Tagen erwartet.
Mit zunehmender Strecke wurde der Weg steiler und der Wind wurde zum Hauptprotagonisten, besonders beim Paso de los Vientos. Es war die erste klare Erinnerung daran, dass in Torres del Paine das Wetter Teil der Wanderung ist.
Wir kamen müde, aber sehr begeistert im Chileno-Sektor an. Wir hatten die erste Etappe geschafft und waren endlich mitten in einer der berühmtesten Routen Patagoniens.




Tag 2: Versuch Base Torres und Rückkehr zum Central-Sektor
Der zweite Tag begann mit schlechtem Wetter, viel Nebel und vollständig bedeckten Gipfeln. Unser ursprünglicher Plan war der Aufstieg zur Base Torres, einem der Highlights des W Treks, aber das Personal bestätigte uns, dass man unter diesen Bedingungen die Aussicht nicht genießen könnte.
Also entschieden wir uns, die Route anzupassen und direkt zum Central-Sektor zurückzukehren. Auch wenn wir den Aussichtspunkt nicht wie geplant erreichten, hatte der Rückweg seinen eigenen Reiz. Wir gingen denselben Weg wie am Vortag, diesmal bergab und mit einer neuen Perspektive auf die Landschaft.
Diese Etappe erinnerte uns an eine wichtige Lektion des W Trek in Torres del Paine: Man muss bereit sein zu wandern, aber auch flexibel bleiben. Nebel, Wind oder Regen können Pläne verändern, und ein Teil der Erfahrung besteht darin, Patagonien so anzunehmen, wie es ist.
Tag 3: vom Central-Sektor zum Französischen Sektor
Der dritte Tag war eine der schönsten Etappen der gesamten Route. Uns erwarteten etwa 17 km vom Central-Sektor zum Französischen Sektor, und diesmal spielte das Wetter mit: Sonne und spektakuläre Landschaften.
Während eines großen Teils der Strecke liefen wir entlang des Nordenskjöld-Sees mit seinem intensiven türkisblauen Wasser und den Bergen von Torres del Paine im Hintergrund. Die Route kombiniert Pfade, Uferabschnitte, Hängebrücken und offene Ausblicke, die jede Anstrengung lohnenswert machen.



Wir passierten auch den Cuernos-Sektor, einer der fotogensten Punkte der Route, der zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht in Betrieb war. Dort machten wir eine Pause, füllten Wasser auf und aßen etwas, bevor wir weitergingen.
Nach einigen weiteren Kilometern erreichten wir den Französischen Sektor und beendeten eine lange, aber wunderschöne Etappe. Dieser Tag zeigt sehr gut, was den W Circuit so besonders macht: stundenlang zwischen Seen, Bergen und ständig wechselnden Landschaften zu wandern.


Tag 4: vom Französischen Sektor nach Paine Grande
Der vierte Tag begann mit Regen, der den ganzen Vormittag anhielt. Unser Plan war eigentlich der Aufstieg zum Französischen Aussichtspunkt, aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung, also gingen wir direkt weiter nach Paine Grande.
Diese Etappe zeigt eine völlig andere Landschaft als am Vortag. Der Weg führt durch Wälder, Stege, Brücken und Gebiete, die vom großen Waldbrand 2011 geprägt wurden, bei dem viele Bäume verbrannt und kahl geblieben sind. Auch wenn die Landschaft rauer wirkt, hat sie eine besondere Atmosphäre: sie zeigt die wilde, stille Seite des Parks.
Die Ankunft in Paine Grande war einer dieser Momente, die man nicht vergisst. Plötzlich öffnet sich eine große Ebene mit Blick auf den Lago Pehoé und die umliegenden Berge – ein Gefühl von Weite und Freiheit. Nach dem Regen war das eine echte Belohnung.
Am Nachmittag änderte sich das Wetter erneut, die Sonne kam heraus und sogar ein Regenbogen erschien, als würde Torres del Paine uns daran erinnern, dass man hier alle Jahreszeiten an einem Tag erleben kann.




Tag 5 Finale des Torres del Paine W Trek: Paine Grande, Lago Pehoé und Rückkehr nach Puerto Natales
Am letzten Tag hatten wir die Möglichkeit, zum Grey-Aussichtspunkt zu wandern, aber es regnete stark, es war windig und sehr bewölkt. Nach mehreren Tagen Trekking und zunehmender Müdigkeit entschieden wir uns, nicht weiter zu gehen und den Bereich von Paine Grande in Ruhe zu genießen.
Wir nahmen das Boot von Paine Grande nach Pudeto und fuhren etwa 30 Minuten über den Lago Pehoé. Es war ein wunderschöner Abschied vom Park: Berge, Wasser, Wind und dieses Gefühl, einen unvergesslichen Ort zu verlassen.
Von Pudeto aus fuhren wir mit dem Bus nach Puerto Natales, dem Endpunkt unserer Reise. Wir kamen müde, aber sehr glücklich an, den W Circuit geschafft zu haben und mehrere Tage eine der spektakulärsten Routen Patagoniens erlebt zu haben.
Das Ende der Trekkingtour war nicht ganz so wie wir es uns vorgestellt hatten, aber auch das gehört dazu. In Torres del Paine entscheidet nicht nur man selbst – das Wetter, der Körper und der Weg selbst entscheiden mit. Und genau deshalb bleibt diese Reise unvergesslich.


Lohnt sich der W Circuit im Torres del Paine?
Das Beste am W Circuit ist die Vielfalt der Landschaften auf relativ kurzer Strecke. Jede Etappe ist anders: der Wind auf dem Weg zum Chileno-Sektor, der Nordenskjöld-See, Cuernos, die Wälder und Stege Richtung Paine Grande, der Lago Pehoé und das ständige Gefühl, in einer der wildesten Regionen Patagoniens zu wandern.
Am schwierigsten sind definitiv die körperliche Ermüdung und das wechselhafte Wetter. In Torres del Paine kannst du innerhalb kurzer Zeit von Sonne zu Regen, Wind oder Nebel wechseln, was Pläne beeinflussen kann, wie bei uns am Base Torres und beim Grey-Aussichtspunkt. Außerdem erfordern mehrtägige Etappen mit Rucksack eine gute Vorbereitung, Geduld und Flexibilität.
Lohnt sich der W Circuit also? Ja, absolut. Es ist eines der besonderen Trekkingerlebnisse Südamerikas und eine der besten Möglichkeiten, Torres del Paine wirklich intensiv zu erleben. Es ist nicht nur eine Wanderroute, sondern eine Erfahrung aus Natur, Anstrengung, extremen Landschaften und unvergesslichen Momenten.
Wenn du den W Trek in Torres del Paine planst, ist mein Tipp klar: plane im Voraus und wähle eine Option, die dir erlaubt, dich auf das Erlebnis zu konzentrieren. Schau dir die W-Circuit-Touren bei Howlanders an, wähle die passende für dich und bereite dich auf eines der großen Abenteuer Patagoniens vor.

